Ärzte Zeitung online, 26.09.2011

Hand-Fuß-Mund-Krankheit in Vietnam

HANOI (dpa). In Vietnam grassiert die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Daran sind in diesem Jahr schon 109 Kinder gestorben, berichtete die staatliche Zeitung "Viet Nam News" am Montag.

52.000 Kinder hätten sich angesteckt. In vielen Provinzen seien Kindergärten geschlossen worden. Symptome der Viruserkrankung sind Fieber sowie Ausschlag an Händen, Füßen und im Mund. Sie ist sehr ansteckend.

Bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erholen sich die kleinen Patienten normalerweise innerhalb von ein, zwei Wochen. In seltenen Fällen kann es aber zu schweren Verläufen kommen, etwa mit Hirnhautentzündung.

Das erste Todesopfer in diesem Jahr in Hanoi war vergangene Woche ein Kleinkind. In der Hauptstadt erkrankten Mädchen und Jungen in sieben Vorschulen. Seit Anfang September wurden dem Gesundheitsministerium täglich etwa 375 neue Fälle gemeldet.

Das Ministerium forderte die lokalen Behörden auf, besonders auf Hygiene zu achten. Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Infizierten und durch Niesen und Husten übertragen, aber auch durch Fäkalien.

Eine Impfung gegen die Erkrankung, die vor allem Kinder trifft, gibt es nicht. Die Krankheit verschwindet in der Regel von selbst; Medikamente können die Symptome lindern.

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