Ärzte Zeitung, 28.06.2012

Vietnam: Mysteriöse Krankheit beunruhigt WHO

HANOI (dpa/eis). Eine mysteriöse tödliche Krankheit hat in Vietnam Behörden und die WHO in Alarm versetzt.

Seit April 2011 sind im Bezirk Ba To (zentrale Provinz Quang Ngai) 216 Menschen mit den gleichen Symptomen behandelt worden, zwölf davon starben, so die WHO.

Die chronische Vergiftung mit Entzündungen und Schwellungen an Händen, Füßen und Leber wird als Inflammatory Palmoplantar Hyperkeratosis Syndrome (IPPH) bezeichnet. Viele Betroffene seien unterernährt.

Als Auslöser steht ein Schimmelpilz in Verdacht, der gelagerte Reiskörner befällt und bei Menschen zu Leberschäden führen kann.Nach Angaben der Behörden wurden in der Region keine Schwermetallbelastung oder hohe Konzentrationen von landwirtschaftlichen Düngemitteln festgestellt.

Als Vorsichtsmaßnahme hat das Gesundheitsministerium die Anwohner zu besonders sorgfältiger Hygiene aufgerufen und Reis und Vitaminpräparate für eine bessere Ernährung verteilt.

"Da wir nicht wissen, was diese Krankheit verursacht, oder wie die Menschen sich infizieren, kann es lange dauern oder unmöglich sein, der Sache auf den Grund kommen", sagte der Leiter des WHO-Büros, Takeshi Kasai.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mehr Handhygiene in der Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfektionen bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »

Tipps zur COPD-Diagnostik

Viele COPD-Patienten werden als solche gar nicht erkannt, bei anderen wird die Diagnose vorschnell gefällt. Anlässlich des heutigen Welt-COPD-Tags erinnern wir an die neuen deutschen Leitlinien und grundlegende Änderungen. mehr »

Medikationspläne oft nicht genutzt

Medikationspläne – zumindest frei erstellte – verbessern die Arzneimittel-Therapiesicherheit wohl nicht wie erhofft. Das legt nun eine Studie der Uni Greifswald nahe. mehr »