Ärzte Zeitung, 01.02.2013

Klinikhygiene

Neuer Preis für Infekt-Prävention

Die Robert-Koch-Stiftung verleiht 2013 erstmals den mit 50.000 Euro dotierten "Preis für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention".

BERLIN. In Deutschland erkranken jährlich etwa 500.000 Patienten an Klinikinfektionen, 10.000 sterben daran. Diese Zahlen wiesen darauf hin, dass auch die Hochleistungsmedizin an ihre Grenzen stößt, meldet die Robert Koch-Stiftung.

Die Verbesserung der Umsetzung krankenhaushygienischer Maßnahmen und die Entwicklung neuer Strategien zur Therapie und Prävention nosokomialer Infektionen sei dringend erforderlich.

Aus diesem Grund verleiht die Robert-Koch-Stiftung den mit 50.000  Euro dotierten "Preis für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention".

Der erstmals in 2013 ausgeschriebene Preis für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten und praktische Maßnahmen auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention wird bei einer Festveranstaltung mit Podiumsdiskussionam 4. September 2013 in Berlin verliehen.

"Dieser neue Preis soll beispielhafte Leistungen auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene und der Infektionsprävention sichtbar machen sowie als Ansporn dienen, durch neue wissenschaftliche oder anwendungsorientierte Projekte den Hygienestandard in unseren Krankenhäusern zu verbessern", wird Dr. Hubertus Erlen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, in der Mitteilung zitiert.

Der Preis wird finanziell und inhaltlich von der B. Braun Melsungen AG unterstützt. Bewerbungen von Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäuser oder Rehabilitationskliniken, wissenschaftlichen Institutionen, aber auch Einzelpersonen können bis 12. April 2013 eingereicht werden. (eb)

Infos unter: www.robert-koch-stiftung.de/Preise/Hygienepreis

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »