Ärzte Zeitung online, 28.03.2014

Poliomyelitis

WHO erklärt Südostasien für Polio-frei

NEU DELHI. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Polio in ganz Südasien für ausgerottet erklärt. Damit lebten nun 80 Prozent der Weltbevölkerung in Regionen ohne Poliomyelitis-Fälle, teilte die WHO am Donnerstag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi mit.

Durch ein großes Impfprogramm hatte es die Regierung geschafft, dass in den vergangenen drei Jahren keine Neuerkrankung mit dem Virus mehr gemeldet wurde. Das ist die Voraussetzung für die Zertifizierung der WHO.

Noch im Jahr 2009 fiel die Hälfte aller Poliomyelitits-Fälle weltweit auf Indien. In den vergangenen Jahren wurden in dem südasiatischen Land jährlich rund 170 Millionen Kinder unter fünf Jahren mit der Tröpfchenimpfung erreicht.

Inzwischen tritt Polio nur noch in Afghanistan, Pakistan und Nigeria endemisch auf — hier ist das Virus ständig präsent. Zudem gibt es in anderen Ländern Afrikas und Asiens immer wieder einzelne Poliofälle. Oft sind sie eingeschleppt. Das WHO-Ziel ist es, die Krankheit bis 2018 ganz ausgerottet zu haben. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »