Ärzte Zeitung online, 18.02.2015

Sachsen-Anhalt

Züchter möglicherweise an unbekanntem Virus gestorben

MAGDEBURG/GREIFSWALD. In Sachsen-Anhalt sind drei Bunthörnchen-Züchter offenbar an einem bislang unbekannten Virus gestorben.

Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Reims entdeckten bei einem Tier eines Gestorbenen ein neuartiges Bornavirus, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Dieses wurde auch im Gehirn eines Züchters nachgewiesen.

Die Männer waren in den Jahren 2011 bis 2013 an Gehirnentzündungen gestorben. Derzeit ist dem Institut zufolge nicht bekannt, ob es sich um Einzelfälle handelt.

Die Erkrankungen der drei Bunthörnchen-Züchter könnten durch Übertragungen des neuartigen Bornavirus von infizierten Tieren verursacht sein, hieß es.

Der Übertragungsweg ist bisher unbekannt, allerdings gelten Biss- oder Kratzverletzungen als wahrscheinlich. (dpa)

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