Ärzte Zeitung, 13.06.2016

Gesundheitsminister

Weniger neue Zika-Fälle in Brasilien

RIO DE JANEIRO. Die Zahl der Zika-Ansteckungen in Brasilien ist nach Angaben des Gesundheitsministers Ricardo Baros wenige Monate vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro stark zurückgegangen.

Von Februar bis Mai hätten sich die Fälle um 87 Prozent verringert, erklärte Baros am Freitag. Das Risiko für Sportler und Publikum bei den Spielen im August sei minimal. Das geringere Erkrankungsniveau sei auf das kühlere Wetter und die massive Moskito-Bekämpfung zurückzuführen.

Das Virus wird von der Mücke Aedes aegypti übertragen.Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat das zuständige Notfall-Komitee zu einer Sondersitzung einberufen, auf der eine mögliche Empfehlung für eine Verlegung der Olympischen Spiele in Rio geprüft werden soll.

Die Risiken der für August geplanten Sommerspiele sollen aufgrund des "aktuellen Grads der internationalen Besorgnis" untersucht werden, kündigte WHO-Chefin Margaret Chan an.

Zuvor hatten mehr als 150 Gesundheitsexperten in einem offenen Brief an die WHO für die räumliche oder zeitliche Verschiebung der Spiele plädiert.

Das Zika-Virus kann unter anderem Schädelfehlbildungen bei Babys auslösen. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fischkuss bringt Angler fast um

Ein Hobbyfischer zieht eine kleine Seezunge aus dem Wasser. Kurz darauf steht sein Herz still – aber nicht vor lauter Anglerglück, wie Ärzte bald herausfinden. mehr »

Erste Beschwerden gegen Facebook und Google

Unmittelbar nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat der Verein "Noyb" erste Anzeigen gegen Google und Facebook wegen "Zwangszustimmungen" auf den Weg gebracht. mehr »

CRISPR/Cas-Methode - Zwischen Zauberwerk und Hexenkunst?

Die CRISPR/Cas-Methode könnte hohen therapeutischen Nutzen stiften. Sie lässt aber auch Allmachtsfantasien blühen. Der Ethikrat sieht dies skeptisch und fordert mehr Regulierung. mehr »