Ärzte Zeitung online, 12.09.2017

Fischvergiftung

Institut warnt vor Plötzen mit Botulismus-Risiko

BERLIN. Plötzen (auch Rotaugen genannt) können Clostridium botulinum und Neurotoxine des Keims enthalten, ohne dass sie verdorben aussehen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Mitteilung. Das Risiko ist erhöht, wenn die Fische nicht sorgfältig ausgenommen und Innereien mitverzehrt wurden.

Deshalb rät das BfR, Plötzen zeitnah nach dem Fang sorgfältig auszunehmen und danach innen und außen gründlich zu waschen. Zudem sollten Plötzen bis zur Salzung bei maximal 3°C gelagert, während einer mehrtägigen Salzung zusätzlich gekühlt und vor Trocknung oberhalb von 8°C ausreichend gesalzen werden.

Gesalzene und getrocknete Plötzen sollten vor Verzehr zehn Minuten auf mindestens 85°C erhitzt werden. (eis)

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