Ärzte Zeitung online, 17.01.2018

Kein Risiko für Menschen

Bundesinstitut gibt Entwarnung bei Afrikanischer Schweinepest

Für Tiere kann die Afrikanische Schweinepest tödlich sein, für den Menschen ist sie dagegen ungefährlich: Das stellte das Bundesinstitut für Risikobewertung jetzt klar.

Bundesinstitut gibt Entwarnung bei Afrikanischer Schweinepest

Wildschweine können sich mit der Afrikanischen Schweinepest infizieren; diese könnte bald bis nach Deutschland vordringen.

© Winfried Rothermel/ dpa/ picture-alliance

BERLIN. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat Verbraucher beim Thema Afrikanische Schweinepest (ASP) beschwichtigt: Es gehe kein Gesundheitsrisiko für den Menschen von dem Virus aus. "Der Erreger der ASP ist nicht auf den Menschen übertragbar", sagte Professor Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), in einer Mitteilung. Dies gelte für den direkten wie auch für den indirekten Kontakt mit kranken Tieren.

Der äußerst stabile Virus kann über Monate in Lebensmitteln infektiös bleiben und wird erst durch das Erhitzen abgetötet, schreibt das BfR. Nicht-infizierte Tiere können sich durch den Verzehr von nicht-erhitztem Tierfleisch anstecken. Das BfR empfiehlt generell Fleisch so zu erhitzen, dass im Inneren des Fleisches mindestens 70 Grad Celsius für zwei Minuten herrscht.

Die Afrikanische Schweinepest befällt Wild- und Hausschweine und kann die erkrankten Tiere gar töten, so das BfR weiter. Sie werde über direkten Kontakt, über Ausscheidungen sowie durch Zecken übertragen. Seit etwa zehn Jahren stoße der Erreger von Osteuropa gen Westen vor; zuletzt bis nach Polen und die Tschechische Republik.

Auf seiner Webseite liefert das BfR Antworten auf die wichtigsten Fragen in einem FAQ. (ajo)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spermien auf Dope

Vielleicht sollten besser ältere als jüngere Männer kiffen: Cannabis scheint die Fruchtbarkeit zu mindern, aber vor Prostatakrebs zu schützen. mehr »

Mit Mikroben gegen Asthma

Künftige Asthma-Therapien könnten neben Antikörpern auch Mechanismen der körpereigenen Entzündungshemmung nutzen – oder Helicobacter pylori. mehr »

Ein Nigerianer und ein Serbe sichern die Versorgung im Norden

Lunden ist gelungen, woran andere Regionen scheitern: In einer kommunalen Eigeneinrichtung sichern zwei Ärzte ab Mai die Versorgung. mehr »