Ärzte Zeitung online, 06.09.2018

Einfluss auf zelluläre Proteine

Zika-Virus-Proteine hemmen Hirnentwicklung

MÜNCHEN. Welche Proteine des Zika-Virus verantwortlich für die Hirnfehlbildungen bei ungeborenen Kindern sind, haben Forscher der TU München (TUM) herausgefunden (Nature 2018; online 3. September). Für die eigene Replikation benötigt das Virus bestimmte zelluläre Proteine, berichtet die TUM.

Genau diese seien aber wichtig, damit sich eine Stammzelle zu einer Nervenzelle entwickle. "Das Virus [zieht] diese Faktoren von der Hirnentwicklung ab und [nutzt sie] für die Vervielfältigung seines Erbguts. Das Gehirn kann sich so nicht korrekt ausbilden", wird Studienautor Professor Andreas Pichlmair zitiert.

Die Forscher stellten auch fest, dass der Einfluss des Zika-Virus auf die Zelle enorm ist: Neun Prozent aller zellulären Proteine wurden chemisch verändert, Virusproteine interagierten mit mehr als 380 Zellproteinen. (eb/bae)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »