Ärzte Zeitung, 23.06.2014
 

Ebola in Westafrika

Über 330 Tote in drei Monaten

BRAZZAVILLE. An einer Ebola-Infektion sind in Westafrika seit März mindestensüber 330 Menschen gestorben. Allein vergangene Woche habe es 14 neue Todesfälle und 47 Verdachtsfällegegeben, so die WHO in Brazzaville in der Republik Kongo.

"Die Epidemie befindet sich jetzt in einer zweiten Welle. Und, für mich, ist sie komplett außer Kontrolle geraten", wird Bart Janssens, Einsatzleiter von "Ärzte ohne Grenzen" nach einem Gespräch am Freitag mit der Nachrichtenagentur AP von "The Washington Post" zitiert.

Am schlimmsten betroffen ist Guinea, wo die Seuche vor drei Monaten ausgebrochen war. In dem kleinen Land starben den Angaben zufolge bisher 264 Menschen an dem Virus, 398 Erkrankte werden behandelt.

Die übrigen Todesfälle ereigneten sich in den Nachbarländern Sierra Leone und Liberia. Sierra Leone hatte in der vergangenen Woche seine Grenzen geschlossen, um eine weitere Ausbreitung der Epidemie zu verhindern. (mal/dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »