Ärzte Zeitung, 30.08.2004

Über 120 Urlauber in Ägypten mit Hepatitis A infiziert

BERLIN (dpa). Mehr als 120 Urlauber, darunter etwa 100 Deutsche, sind nach einem Urlaub in Ägypten an Hepatitis A erkrankt. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin am Sonntag mitteilte, hatten sich die Betroffen zwischen dem 10. Juni und Ende Juli in einem Hotel in Hurghada aufgehalten. Die Infektionsquelle sei nach wie vor ungeklärt. Weitere Infizierungen seien nicht ausgeschlossen.

Bisher seien Urlauber zwischen 6 und 66 Jahren betroffen. Einige von ihnen wurden in Krankenhäuser gebracht. Woher die Betroffenen kommen, wurde nicht gesagt. Unter ihnen seien auch Urlauber aus Belgien und Österreich. Alle Betroffenen müssen Fragebögen ausfüllen.

"Hepatitis ist eigentlich eine harmlose Erkrankung, die nach wenigen Tagen oder Wochen ausheilt. Für ältere Menschen und Personen mit vorgeschädigter Leber kann eine zusätzliche Virusinfektion aber schwere Folgen haben und auch tödlich enden", warnte Christian Schönfeld vom Institut für Tropenmedizin in Berlin. Ärzte sollen Reisende unbedingt auf die Impfung ansprechen.

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