Ärzte Zeitung, 21.09.2011

Fotoaktion der Leberhilfe noch bis Ende Oktober

KÖLN (eb). Dutzende von Gastroenterologen und Allgemeinmedizinern haben sich seit dem Welt-Hepatitis-Tag Ende Juli bereits beteiligt: Die Deutsche Leberhilfe e. V. (DLH) hatte niedergelassene Ärzte und Klinikärzte dazu aufgerufen, sich für die Hepatitis-Frühdiagnose zu engagieren und mit einem Foto auf der Webseite www.eine-frage-mehr.de ein Zeichen zu setzen. Noch bis Ende Oktober können sich Interessierte an der Aktion beteiligen.

Einer der Unterstützer ist Professor Stefan Zeuzem, Hepatologe am Uniklinikum Frankfurt am Main: "In Deutschland leben rund eine Million Menschen mit chronischer Hepatitis B oder C, doch weit weniger als die Hälfte der Betroffenen weiß wegen der unspezifischen Symptome von ihrer Erkrankung. Mit einem Test des GPT-Wertes können Ärzte auch klinisch stumme Lebererkrankungen aufspüren."

Eine frühe Diagnose sei wichtig, um schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose oder -krebs verhindern zu können, heißt es in einer Mitteilung der DLH.

"Jeder kann betroffen sein"

"Von chronischer Hepatitis B oder C kann jeder betroffen sein", so DLH-Geschäftsführer Achim Kautz. "Eben nicht nur Drogenuser oder Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern."

Daher fordert die Organisation Ärzte auf, ihren Patienten in Zukunft immer eine Frage mehr zu stellen - nämlich die nach den Leberwerten.

Kosten für die GPT-Bestimmung betragen maximal 15 Euro

Die GPT-Bestimmung werde zwar nicht von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen, die Kosten lägen aber im Centbereich bis maximal 15 Euro.

Mit der Fotoaktion möchte die DLH sichtbar machen, wie wichtig Ärzten die Früherkennung von Hepatitis ist. Die Teilnahme ist ganz unkompliziert und dauert etwa fünf Minuten.

Weitere Infos und das Kampagnenlogo zum Herunterladen gibt es hier: www.eine-frage-mehr.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verursacht Kiffen Psychosen?

Wer kifft, trägt ein erhöhtes Psychoserisiko. Ob dies am Konsum von Cannabis liegt, ist aber alles andere als klar. Eine aktuelle Studie liefert immerhin neue Indizien. mehr »

Resistenzen behindern Kampf gegen TB

Tuberkulose ist in Deutschland relativ selten - ganz eliminieren lässt sich die Infektionskrankheit aber noch immer nicht. Zu schaffen machen die Resistenzen. mehr »

Bluttest auf Brustkrebs keine Revolution

Ein Bluttest auf Brustkrebs komme noch dieses Jahr auf den Markt, verkündete vor kurzem die Uniklinik Heidelberg – und erntete dafür harsche Kritik. Nun rudert sie zurück. mehr »