Ärzte Zeitung online, 06.02.2018

Robert Koch-Institut

Ärzte-Ratgeber Hepatitis C wurde aktualisiert

BERLIN. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seinen Ratgeber für Ärzte zum Thema Hepatitis C aktualisiert. Der Ratgeber gibt – wie alle Veröffentlichungen der Ratgeber-Reihe – einen Überblick zu Erreger, Vorkommen, Reservoir, Infektionsweg, Inkubationszeit, Dauer der Ansteckungsfähigkeit, Klinische Symptomatik, Diagnostik, Therapie sowie Präventiv- und Bekämpfungsmaßnahmen.

Hepatitis C ist eine weltweit beim Menschen vorkommende, durch Hepatitis-C-Viren (HCV) ausgelöste Leberentzündung, erinnert das RKI. Aktuellen Schätzungen der WHO zufolge sind etwa 71 Millionen Menschen weltweit chronisch mit HCV infiziert, das entspricht etwa einem Prozent der Weltbevölkerung.

In Deutschland betrug in einer Stichprobe von 7047 Teilnehmern im Alter zwischen 18 und 79 Jahren die Prävalenz von Anti-HCV in der Allgemeinbevölkerung 0,3 Prozent, berichtet das RKI. Ohne Therapie nimmt die Infektion in 50 bis 85 Prozent der Fälle einen chronischen Verlauf.

Die Herausgabe der Ratgeber für Ärzte erfolgt auf Grundlage des § 4 Infektionsschutzgesetz. Praktisch bedeutsame Angaben zu wichtigen Infektionskrankheiten sollen aktuell und konzentriert der Orientierung dienen. Die Ratgeber werden in Zusammenarbeit mit den Nationalen Referenzzentren, Konsiliarlaboren und weiteren Experten erarbeitet. (eb)

Download und weitere Infos auf der Website des Robert Koch-Instituts: www.rki.de/hcv

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Von der Party in die Notaufnahme

Nach reichlichem Genuss von Energy-Drinks entwickelt ein junger Patient einen Infarkt. Die Diagnostik zeigt einen überraschenden Befund - und wirft zusätzlich Fragen auf. mehr »

Webbasierter Arzneiplan bindet Pflege ein

Der schnelle Austausch zwischen Ärzten, Pflegern und Apotheken kann die Qualität der Arzneitherapie um 25 Prozent verbessern. Das zeigt das Projekt InTherAKT aus Münster. mehr »

Kleine Blutungen sind kein Grund, die Antikoagulation abzusetzen

Unter oraler Antikoagulation haben Patienten häufig Nasenbluten und andere kleinere Blutungen. Bedenklich sind solche lästigen Zwischenfälle aber nicht, bestätigt eine Registerstudie. mehr »