Ärzte Zeitung, 28.01.2005

KOMMENTAR

Eine sehr gute Investition

Von Wolfgang Geissel

"Die Unterstützung von Kinderimpfungen ist mit Sicherheit die beste Investition, die wir je gemacht haben." Wer das sagt, ist nicht ein Gesundheitspolitiker von der WHO, sondern Bill Gates, einer der weltweit erfolgreichsten Unternehmer aller Zeiten.

Mit einer Spende von 750 Millionen US-Dollar, die vom Land Norwegen zudem auf über eine Milliarde Dollar aufgestockt worden ist, unterstützt die Bill & Melinda Gates Foundation in den nächsten Jahren Impfkampagnen der Global Alliance for Vaccines and Immunization (GAVI) in Entwicklungsländern (wir berichteten).

Das Geld ist gut angelegt. Mit kaum einer Maßnahme lassen sich so viele Menschenleben retten wie mit Impfungen. So sind nach Schätzungen 2002 weltweit mehr als zehn Millionen Kinder im Alter bis fünf Jahre gestorben. Bei 1,4 Millionen davon war die Todesursache Masern, Pertussis, Gelbfieber oder eine andere Krankheit, gegen die es wirksame Impfstoffe gibt. Weitere 1,1 Millionen Kinder davon starben an Krankheiten, gegen die Impfstoffe erwartet werden, wie Pneumokokken-, Rotavirus- oder Meningokokken-Infekte.

Engagement fürs Impfen lohnt sich also. Und es bleibt zu hoffen, daß künftig weitere Unternehmen dies als sinnvoll für die Menschen weltweit entdecken werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Rettungsgasse blockieren kostet 320 Euro

Länderkammer verschärft die Bußgeldhöhe, wenn Rettungsgassen nicht beachtet werden. mehr »

Bei der Gründung eines Ärztezentrums kann es zugehen wie bei "Dallas"

Neid und Missgunst haben schon manche Versuche torpediert, in der Provinz ein Ärztezentrum zu etablieren. Ärzte in Schleswig-Holstein berichten, wie man verhindert, dass Kirchturmdenken siegt. mehr »