Ärzte Zeitung, 14.05.2008

Diabetiker haben erhöhtes Risiko für Gürtelrose

TEL AVIV (hub). Was erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Gürtelrose, wollten israelische Forscher wissen. Dazu werteten sie die Daten von über 22 000 Herpes-Zoster-Erkrankten in Israel aus den Jahren 2002 bis 2006 aus (Infection online).

Außer Risikofaktoren wie HIV-Infektion, Leukämie in der Anamnese oder der Einnahme von Krebsarzneien oder Steroiden war Diabetes mellitus ein wesentlicher Faktor. Diabetiker erkrankten 1,5-mal häufiger an Gürtelrose als Nichtdiabetiker. Ob daraus folge, dass Diabetiker zu einer Zielgruppe für eine Zoster-Impfung gehören, müsse geklärt werden, so die Kollegen aus Israel. Eine solche Vakzine ist in der EU zugelassen, jedoch in Deutschland nicht auf dem Markt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »

Mit Geriatrietests zur Diabetestherapie à la carte

Der eine ist fit, der andere gebrechlich: Alte Menschen mit Typ-2-Diabetes brauchen individuelle Therapieformen. Ein Geriater gibt Tipps. mehr »