Ärzte Zeitung, 05.06.2009

Zweimal gegen Varizellen

Zweitimpfung soll Impfdurchbrüche verhindern

BERLIN(hub). Mit einer zweiten Impfung gegen Windpocken erhofft sich die Deutsche Akademie für Kinder und Jugendmedizin (DAKJ) einen besseren Schutz vor der Erkrankung (Monatsschr Kinderheilk 4, 2009, 377). Nach einmaliger Impfung gebe es eine jährliche Rate an Impfdurchbrüchen von ein bis drei Prozent.

Solche Impfdurchbrüche könnten den indirekten Schutz Neugeborener von Müttern ohne Varizellenimpf- oder Erkrankungsanamnese, von nichtimmunen Schwangeren oder von Immunsupprimierten gefährden. Eine zweimalige Impfung sei mit 98 Prozent effektiver als die derzeit empfohlene einmalige Impfung mit 94 Prozent.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Drastisch veränderte Mundflora bei Krebs

Beim Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle ist die Zusammensetzung des oralen Keimwelt im Vergleich zu Gesunden drastisch verschoben. mehr »

Milliarden Bakterien im Einsatz. So wird Insulin für Diabetiker produziert

Hinter den Toren des Industrieparks Höchst bieten sich faszinierende Einblicke in die Welt der Hochleistungs-Biotechnologie: Milliarden von E.coli-Bakterien produzieren hier das für Diabetiker überlebenswichtige Insulin. mehr »

Angst vor Epidemien in Lagern

Nach ihrer dramatischen Flucht aus Myanmar suchen über eine halbe Million Rohingya Schutz in Bangladesch. Die Lage in den eilig aufgeschlagenen Lagern ist desolat. mehr »