Ärzte Zeitung online, 25.01.2010

WHO: Schweinegrippe-Pandemie keine Erfindung

GENF (dpa). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wehrt sich erneut gegen den Vorwurf der Parteilichkeit mit der Pharmaindustrie. Die Ausrufung der weltweiten Ausbreitung der Schweinegrippe, einer Pandemie, sei zurecht erfolgt, schreibt die Organisation am Montag in einer in Genf veröffentlichten Erklärung.

Nach Angaben der UN-Organisation wurde sie von der Pharmabranche nicht unangemessen beeinflusst, wie Kritiker ihr vorgeworfen haben. Experten, welche die WHO beraten, seien keinerlei Interessenkonflikten ausgesetzt. Dies sei dank bestehender Kontrollmechanismen gewährleistet.

Der Vorwurf, die WHO habe die Pandemie quasi erfunden, um der Pharmabranche hohe Profite zu ermöglichen, sei "wissenschaftlich falsch und historisch unkorrekt", heißt es in der Erklärung.

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass die UN-Organisation den Vorwurf der Verfilzung mit den Pharma-Multis zu entkräften versucht. Die Krankheit ist weit harmloser verlaufen als angekündigt. Millionen von Impfdosen wurden nicht benötigt. Die Krisenbewältigung der vergangenen Monate ist am Dienstag auch Thema einer Anhörung im Europarat in Straßburg.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Topics
Schlagworte
Impfen (4152)
Schweinegrippe (1416)
Organisationen
WHO (3096)
Krankheiten
Grippe (3284)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

In kleinen Schritten zum Normalgewicht

Manch eine Adipositas-Therapie scheitert daran, dass die geforderte große Gewichtsabnahme Betroffene abschreckt. Forscher plädieren nun dafür, die Stoffwechsel-gesunde Adipositas als erstes Therapieziel zu definieren. mehr »

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »