Ärzte Zeitung online, 08.02.2010

Diskussion um Lieferengpässe bei Kinderimpfstoffen

FRANKFURT/MAIN (dpa). In Deutschland sind mehrere Impfstoffe für Kinder des Herstellers GSK zurzeit nicht lieferbar. Es gebe jedoch Alternativen, so dass kein Kind in Deutschland ungeimpft bleiben müsse, sagte der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Professor Klaus Cichutek am Sonntag.

Voraussichtlich bis Mitte Februar nicht lieferbar seien unter anderem ein Sechsfach-Impfstoff für Säuglinge sowie ein Vierfach-Impfstoff gegen die Viruserkrankungen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. sagte Cichutek.

Der Verband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland äußerte sich in der "Frankfurter Rundschau" (Montagsausgabe) verärgert über das Fehlen von Impfstoffen für Babys. "Bei Kindern, die schon eine Grundimmunisierung haben, ist das nicht schlimm. Da, wo das fehlt, schon", sagte Verbands-Präsident Dr. Wolfram Hartmann der Zeitung. "Für junge Säuglinge ist das fatal."

Hartmann forderte die Bundesregierung auf, den Mangel zu beheben. "Es müsste mehrere Anbieter geben, und der Staat müsste sie verpflichten, auf Vorrat zu produzieren."

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