Ärzte Zeitung, 24.03.2010

Fremdvirus in Rotavirus-Impfstoff wird weiter abgeklärt

NEU-ISENBURG (eb). In seinem Schluckimpfstoff Rotarix® hat der Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) Spuren eines Fremdvirus gefunden und die Behörden darüber informiert. Sowohl das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als auch die europäische Arzneimittelbehörde EMEA und die US-Behörde FDA sehen darin zunächst keine Gesundheitsrisiken. Die FDA rät allerdings Ärzten in den USA, bis zur weiteren Klärung den Rotavirus-Impfstoff nicht zu verwenden. Anders die EMEA und das PEI: Nach Abwägung der Daten bewerten sie "das Nutzen/Risiken-Verhältnis des Impfstoffs weiterhin positiv" (Infos: www.pei.de). Mit weiteren Untersuchungen sei begonnen worden.

Das isolierte Porcine Circovirus Typ 1 (PCV-1) "ist für den Menschen ungefährlich und löst weder bekannte Infektionen noch Krankheitssymptome aus", so das PEI. Das Virus werde auch über Schweinefleisch aufgenommen, ohne dass Menschen dabei erkrankten. Die Sicherheit des Impfstoffs wurde in Studien mit etwa 100 000 Kindern belegt, weltweit wurden 68 Millionen Dosen verabreicht. Es gebe keinen Hinweis auf besondere Nebenwirkungen von Rotarix®, die auf PCV-1 hindeuten, so das PEI.

Lesen Sie dazu die neue Entwicklung:
Impfung mit Rotarix® wird in den USA wieder empfohlen

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die häufigsten Fehler bei der Opioid-Therapie

Nehmen Patienten Opioide ein, müssen sie einiges beachten. Manches Missverständnis und mancher Einnahmefehler können Ärzte mit zwei Sätzen der Erklärung ausräumen. mehr »

Spahn bleibt bei Sprechstundenzeiten hart

Das Termineservicegesetz wird nachgebessert werden, aber nicht bei den Sprechstundenzeiten. Das stellt Jens Spahn beim Neujahrsempfang des Hausärzteverbands klar. mehr »

Wenn die Klinik-IT gehackt wird

Bei Hackerattacken auf Kliniken und Praxen sind Patienten, Ärzte und Hersteller betroffen. Welche Risiken bestehen und welche Gegenmaßnahmen wirksam sind, erörtern Medizinrechtler. mehr »