Ärzte Zeitung online, 25.10.2010

Keuchhusten-Ausbruch in Kalifornien

Keuchhusten-Ausbruch in Kalifornien

Hauptsymptom der Pertussis: unproduktiver Husten.

© blickwinkel / imago

ATLANTA (eis). Kalifornien wird derzeit von dem größten Ausbruch von Keuchhusten seit den 1950er Jahren heimgesucht. Nach Angaben der Centers for Disease Control in Atlanta wurden von Januar bis Mitte Oktober 2010 etwa 5900 Erkrankungen registriert.

Zehn Säuglinge seien an den Erkrankungen gestorben. Seit einem Ausbruch 1950 mit etwa 6600 Erkrankungen habe es in dem US-Bundesstaat nicht mehr so viele Fälle von Keuchhusten gegeben, meldet die Gesundheitsbehörde.

Nach CDC-Angaben treten die meisten Erkrankungen bei Kindern im Alter unter sechs Monaten auf, bei denen eine komplette Impfung noch nicht möglich ist.

In Deutschland wird allen Kindern im ersten Lebensjahr zur Pertussis-Impfung geraten. Außerdem sollen unbedingt die Kontaktpersonen von Säuglingen wie Eltern, Großeltern, Tagesmütter und Geschwister gegen Keuchhusten geimpft sein.

Allen Erwachsenen wird zudem einmalig bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung zu einer einmaligen Pertussis-Impfung mit einem Kombiimpfstoff geraten.

Sowohl die Impfung als auch eine durchgemachte Infektion bieten keinen lebenslangen Schutz gegen die Krankheit. Die Impfung muss also regelmäßig aufgefrischt werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »