Ärzte Zeitung, 15.04.2011

Fatale Impfstoff-Lagerungsfehler

Falsch gelagerte Impfstoffe könnten im US-Staat Texas Pertussis-Ausbrüche begünstigt haben.

Fatale Impfstoff-Lagerungsfehler

Impfstoffe gehören nicht in die Kühlschranktür! Temperatur-Check ist wichtig.

© Klaus Rose

HOUSTON (eis). Lagerung von Impfstoffen bei Minusgraden waren im US-Staat Texas regional mit Pertussis-Erkrankungen verknüpft.

Das berichten US-Forscher aus Houston in Texas. Sie haben in regionalen ambulanten Gesundheitszentren des Bundesstaats die Kühlschränke für die Lagerung der Impfstoffe überprüft (Am J Pub Health 2011, 101: 46).

Die vorschriftsmäßigen Temperatur von 2° bis 8° C hatten dabei nur 58 Prozent der überprüften Schränke, in jedem vierten herrschten über längere Perioden Minusgrade.

Die Forscher haben nun die Pertussis-Erkrankungsraten in den einzelnen Regionen des Staats miteinander verglichen und fanden einen deutlichen Zusammenhang mit der zu kalten Lagerung der Impfstoffe.

Diese müssen bei 2° bis 8° C aufbewahrt werden, was regelmäßig zu überprüfen ist, betont der "Impfbrief online" (www.impfbrief.de). Sinkt die Temperatur auf Minusgrade und frieren die Impfstoffe, dann verklumpen die Adsorbenzien.

Über- oder Unterschreitungen der geforderten Temperaturen lassen sich mit einem Minmax-Thermometer zuverlässig feststellen. Falsch gelagerte oder eingefrorene Impfstoffe sind zu verwerfen.

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