Ärzte Zeitung online, 01.08.2011

STIKO präsentiert nutzerfreundlichen Impfkalender

BERLIN (mal). Die aktuellen Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) liegen vor. Inhaltlich hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert. Überarbeitet wurde aber die Darstellung der Empfehlungen im Impfkalender. Sie ist jetzt übersichtlicher.

STIKO präsentiert nutzerfreundlichen Impfkalender

Impfpass: Wer, womit und wann geimpft werden sollte, stellt die STIKO in ihrem Impfkalender dar.

© emeraldphoto / fotolia.com

Für die Aktualisierung der Impfempfehlungen seien keine inhaltlichen Änderungen beschlossen worden, so das RKI im (Epid Bull 2011; 30: 275).

Zuletzt hatte die STIKO im Jahr 2010 die Influenza-Schutzimpfung für alle Schwangeren und eine generelle Masern-Schutzimpfung für junge Erwachsene empfohlen. Grund für die Erweiterung der Masern-Impfempfehlung waren die immer wieder auftretenden Masernausbrüche in Deutschland und Impflücken vor allem bei jüngeren Erwachsenen.

Auch bei Jugendlichen gebe es deutliche Lücken im Masernschutz; bei ihnen greife aber die schon seit Jahren bestehende generelle Empfehlung der STIKO, alle bei Kleinkindern versäumten Impfungen vor dem 18. Geburtstag nachzuholen, so das RKI.

Baden-Württemberg meldet die meisten Masern-Fälle

Die Zahl der dem Berliner Institut übermittelten Masernfälle ist bereits jetzt deutlich höher als in den Vorjahren. Nach 571 Fällen im Jahr 2009 und 780 Fällen in 2010 wurden dem RKI im ersten Halbjahr 2011 bereits 1318 Masernfälle gemeldet. Die meisten Fälle im laufenden Jahr wurden aus Baden-Württemberg (493), Bayern (322) und Berlin (122) übermittelt.

Geändert hat sich in der Aktualisierung der STIKO-Empfehlungen jetzt die Darstellung der Empfehlungen im Impfkalender: Sie ist übersichtlicher gestaltet. Zusammen mit einer redaktionellen Überarbeitung des Empfehlungstexts sei dadurch die Nutzerfreundlichkeit verbessert worden, so das RKI.

Impfdokumentationen sollten überprüft werden

Das RKI erinnert daran, dass nach der Grundimmunisierung lebenslang gegebenenfalls durch regelmäßige Auffrischimpfungen sicherzustellen ist, dass der notwendige Impfschutz erhalten bleibt und - wenn indiziert - ein Impfschutz gegen weitere Infektionskrankheiten aufgebaut wird.

Besuche von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Arztpraxis sollten dazu genutzt werden, die Impfdokumentation zu überprüfen und im gegebenen Fall den Impfschutz zu vervollständigen.

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