Ärzte Zeitung, 08.11.2012

RKI

Masernschutz bei Jugendlichen lückenhaft

BERLIN (eis). Knapp ein Viertel der Kinder und Jugendlichen hatte in der KIGGS-Studie keine schützenden Antikörpertiter gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR), berichten Forscher des Robert Koch-Instituts (PLoS ONE 2012; 7: e42867).

In der Seroprävalenzstudie wurden Daten von etwa 13.000 Teilnehmern im Alter bis 17 Jahre aus den Jahren 2003 bis 2006 analysiert. Besonders niedrig waren die Schutzraten bei ganz jungen Kindern, Kindern aus Bundesländern im Westen und Kindern von Müttern mit hohem Bildungsgrad. Kinder mit Migrationshintergrund waren bei Masern sogar seltener seronegativ als ihre deutschen Altersgenossen, so die Forscher.

Die Studienteilnehmer sind heute Jugendliche und jungen Erwachsene. In den Altersgruppen ist von großen MMR-Impflücken auszugehen.

Die Impfung sollte bei allen nach 1970 Geborenen nachgeholt werden, empfiehlt die STIKO.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jeder dritte Brustkrebs im MRT übersehen

MRT-Bilder helfen, Brustkrebs früh aufzuspüren – doch in vielen Fällen gelingt das nicht. Eine niederländische Studie ergab: Jedes dritte Karzinom ist im MRT übersehen worden. mehr »

Neun Millionen Klinik-Infektionen jährlich

15:41Infektionen in Kliniken und Pflegeheimen sind in Europa ein großes Problem. Jährlich infizieren sich dort rund neun Millionen Bürger, berichtet die EU-Seuchenbehörde. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend. mehr »

Bangen und Hoffen bei Auslands-Briten

Das Ringen um einen Brexit-Vertrag geht auf die Zielgerade. Doch für EU-Bürger auf der Insel und Auslands-Briten ist es eine Zeit des Wartens. Das macht Großbritannien für qualifizierte Fachkräfte nicht attraktiver, meine unser Blogger Arndt Striegler. mehr »