Ärzte Zeitung, 29.05.2013
 

Pakistan

Erneut Impfhelfer erschossen

ISLAMABAD. Nach einem weiteren tödlichen Angriff auf ein Impfteam in Pakistan hat die WHO dort ihre Kampagne gegen Polio teilweise ausgesetzt. Unbekannte erschossen nach Polizeiangaben am Dienstag eine Helferin in einem Vorort der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar, eine weitere Frau wurde bei dem Angriff verletzt.

Solange sich die Sicherheitslage nicht bessere, werde in Peshawar nicht weiter gearbeitet, sagte ein UN-Mitarbeiter, der anonym bleiben wollte. Die UN-Sonderorganisation WHO unterstützt die pakistanische Regierung bei der Impfkampagne.

Pakistan ist eines der drei Länder, in denen Kinderlähmung noch gehäuft auftritt. Bisher wurden bereits zwölf Mitarbeiter und vier Polizisten aus dem Begleitschutz ermordet.

Laut Polizei hatten die beiden am Dienstag attackierten Impfhelferinnen es abgelehnt, von Polizisten bewacht zu werden. Diese Vorsichtsmaßnahme war im Dezember ergriffen worden, nachdem mehrere Mitarbeiter erschossen worden waren. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

So schützen sich Krebskranke vor Stigmatisierung

Wer an Krebs erkrankt, muss sich auch mit der damit verbundenen Stigmatisierung auseinandersetzen. Forscher raten zu gezielten Gegenstrategien. mehr »

Sport tut den Gelenken gut - auch bei Multimorbidität

Selbst Arthrosepatienten mit schweren Begleiterkrankungen profitieren von regelmäßigem körperlichem Training. Es gibt allerdings eine Voraussetzung. mehr »

So wird Patienten-Verwechslungen effektiv vorgebeugt

Die Beinahe-Verwechslung bei einer Infusion im Krankenhaus soll Ärzte für mögliche Schwachstellen in der Praxisorganisation sensibilisieren. Hierzu gibt es aktuelle Tipps. mehr »