Ärzte Zeitung, 27.03.2015

Berlin

Masernwelle setzt sich ungebremst fort

BERLIN. Insgesamt 67 Masern-Neuerkrankungen hat es in der Woche bis zum 22. März (12. KW) in der Hauptstadt gegeben. Die Inzidenz verharrt damit weiterhin auf hohem Niveau, berichtet das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo).

Seit dem vergangenen Oktober (41. KW) wurden inzwischen 925 Erkrankungen in Berlin registriert, davon 804 im Jahr 2015. Etwa jeder vierte Patient musste bisher stationär behandelt werden.

„Erstmals seit langem hatten wir aber nur neun neue Fälle von einem Tag zum nächsten“, berichtete LaGeSo-Sprecherin Silvia Kostner. Zu Wochenbeginn hatten die täglichen Zuwächse teils noch bei mehr als 20 gelegen. Dennoch sei es zu früh, von einem Abklingen der Welle zu sprechen.

Mehr Masern-Infektionen in Thüringen

In Thüringen stieg die Zahl der Masern-Infektionen sprunghaft an. Bis zum Freitag seien in dem Freistaat 52 Masernfälle bekannt geworden, teilte das Gesundheitsministerium in Erfurt mit.

Der Grund für den Anstieg liege im Masern-Ausbruch an einer Erfurter Schule. Allein dort erkrankten seit Ende Februar den Angaben zufolge 36 Schüler im Alter von 7 bis 15 Jahren. Auch Sachsen hatte in der vergangenen Woche von einer steigenden Masernzahl berichtet. (eis)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fischkuss bringt Angler fast um

Ein Hobbyfischer zieht eine kleine Seezunge aus dem Wasser. Kurz darauf steht sein Herz still – aber nicht vor lauter Anglerglück, wie Ärzte bald herausfinden. mehr »

Erste Beschwerden gegen Facebook und Google

Unmittelbar nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat der Verein "Noyb" erste Anzeigen gegen Google und Facebook wegen "Zwangszustimmungen" auf den Weg gebracht. mehr »

CRISPR/Cas-Methode - Zwischen Zauberwerk und Hexenkunst?

Die CRISPR/Cas-Methode könnte hohen therapeutischen Nutzen stiften. Sie lässt aber auch Allmachtsfantasien blühen. Der Ethikrat sieht dies skeptisch und fordert mehr Regulierung. mehr »