Ärzte Zeitung online, 01.09.2009

Wissenschaftler arbeiten an "Taschentuchlabor"

POTSDAM (dpa). Ein kurzer Schnäuzer und die Diagnose steht fest: An einem "Taschentuchlabor" für jedermann arbeiten Forscher in Brandenburg. Eigenständige Biosensoren in einem Tuch könnten nach dem Niesen farblich anzeigen, ob es Anzeichen für eine ernsthafte Grippeerkrankung gib und der sofortige Arztbesuch angeraten ist, erläuterte Professor Frank Bier vom Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik in Potsdam-Golm am Dienstag.

Ziel sei, das mit 14 Millionen Euro aus Bundesmitteln geförderte Projekte in fünf Jahren zur Produktionsreife zu bringen.

In die Forschungsarbeiten seien 14 Partner eingebunden, neben Brandenburger auch nationale Forschungseinrichtungen und Hochschulen sowie Unternehmen. Fünf Firmen hätten bereits ihr Interesse bekundet, das "Taschentuch" zu produzieren, das zu einem günstigen Preis angeboten werden soll, sagte Bier.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lichtshow bei Konzerten bringt Hirn aus dem Takt

Die Lichteffekte bei Musikfestivals werden immer spektakulärer – und sind für Fotosensible nicht ungefährlich: Das Risiko für epileptische Anfälle ist dabei mehr als dreifach erhöht. mehr »

Ablehnung der Kasse – Widerspruch zwecklos?

2018 gab es bei der Unabhängigen Patientenberatung zwar insgesamt weniger Beratungen. Häufig gaben die Krankenkassen aber dazu einen Anlass. mehr »

Ärzte – als Partner der Industrie

Die forschenden Pharmaunternehmen binden unter anderem Ärzte in ihre Projekte ein. Was sie sich das im vergangenen Jahr haben kosten lassen, wurde jetzt veröffentlicht. mehr »