Ärzte Zeitung, 09.09.2010

Schweinegrippe-Viren mögen Kinder

Schweinegrippe-Viren mögen Kinder

Infektions-, aber nicht Komplikationsrate erhöht

MARSHFIELD (mut). Kinder erkrankten in der vergangenen Grippesaison in den USA zwar überproportional häufig an Schweinegrippe, allerdings gab es bei ihnen im Schnitt sogar seltener Influenza-bedingte Klinikeinweisungen (1,5 Prozent) als in der Vorsaison mit saisonalen H1N1-Viren (3,7 Prozent) und H3N2-Viren (3,1) Prozent.

Das legt eine Untersuchung im Staat Wisconsin nahe, an der über 1300 Patienten mit nachgewiesener Influenza teilnahmen. Die Rate der Pneumonien bei Kindern war mit dem neuen H1N1-Virus ähnlich hoch wie mit saisonalen Viren (etwa 2 Prozent), bei Erwachsenen verursachte das neue H1N1-Virus im Winter 2009/2010 jedoch häufiger Pneumonien (4 Prozent) als im Winter 2007/2008 saisonale H1N1- und H3N2-Viren (2,3 und 1,1 Prozent), berichten die Autoren um Dr. Edward A. Belongia aus Marshfield in der Zeitschrift "JAMA" (204, 2010: 1091).

Lesen Sie dazu auch:
Organempfänger brauchen jetzt Grippeschutz

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