Ärzte Zeitung online, 29.10.2010
 

Grippeimpfung: G-BA folgt STIKO-Empfehlungen

Impfung bei neurologischen Grunderkrankungen wird präzisiert

MÜNCHEN (eb). Der Beschluss des GBA zur Influenzaschutzimpfung ist am 21. Oktober im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und damit rechtskräftig. Der GBA folgt mit seinem Beschluss weitgehend der Ergänzung der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) vom Juli 2010.

Grippeimpfung: G-BA folgt weitgehend den STIKO-Empfehlungen

Grippe-Vakzine: Kassenleistung weitgehend nach den Stiko-Empfehlungen.

© dpa

Künftig sollen den Empfehlungen zufolge alle Schwangeren ab dem zweiten Trimenon gegen Virusgrippe geimpft werden. Für Schwangere mit chronischen Grunderkrankungen wird die Influenzaimpfung bereits im ersten Trimenon empfohlen.

Bei der Impfung von Personen mit chronischen neurologischen Grunderkrankungen weicht der GBA allerdings von der STIKO-Empfehlung ab. Nur wenn die neurologische Erkrankung auch die Funktion der Atmungsorgane beeinträchtigen kann, müssen die Krankenkassen die Influenzaimpfung bei dieser Patientengruppe erstatten.

In seiner Begründung listet der GBA die in Frage kommenden neurologischen Erkrankungen auf: (infantile) Zerebralparese, Anfallsleiden, Hydrozephalus, Fieberanfälle, neurokognitive Dysfunktion, neuromuskuläre Störungen, Parkinson, muskuläre Dystrophie, Tetraplegie.

Lesen Sie dazu auch:
Aktueller Grippe-Impfstoff enthält die richtige Viruskombination

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bariatrische Chirurgie rückt Bluthochdruck zu Leibe

Adipöse Hypertoniker konnten in einer Studie nach bariatrischer Chirurgie ihre antihypertensive Medikation reduzieren. Die Hälfte erreichte sogar eine Remission des Bluthochdrucks. mehr »

Droht uns jetzt eine Staatskrise?

Jamaika gescheitert, politisches Vakuum in Berlin. Am Beispiel der Gesundheitspolitik lässt sich zeigen, warum das noch keine Krise ist. mehr »

Das müssen Ärzte beim Impfen beachten

Allergische Reaktionen sind eine Kontraindikation für eine erneute Anwendung des Impfstoffs. Ist eine weitere Impfung dennoch nötig, sollten Ärzte diese Tipps beherzigen. mehr »