Ärzte Zeitung, 01.11.2016
 

Faltblatt

Ausführliche Informationen zu Impfungen bei Schwangeren

GELNHAUSEN. Bei Schwangeren kann eine Influenza besonders schwer verlaufen, Komplikationen wie etwa Lungenentzündungen mit sich bringen und das Risiko für Fehl- oder Frühgeburten erhöhen. Experten der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfehlen eine Grippe-Schutzimpfung daher auch für Schwangere. Dennoch war in der Saison 2012/2013 nur jede vierte der werdenden Mütter geimpft. Im Zweifel sollten Schwangere sich mit ihrem Arzt beraten, rät das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) in einer Mitteilung.

Grundsätzlich gilt: In der Schwangerschaft sollte so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig geimpft werden. Frauenärzte und Immunologen raten dazu, mit Impfungen nach Möglichkeit bis zum zweiten Trimenon zu warten. Ab der 14. Woche gelten Impfungen mit Totimpfstoffen als unbedenklich. In bestimmten Fällen – etwa bei erhöhtem Risiko, sich bei Kindergartenkindern anzustecken – sollten Schwangere sich bereits früher impfen lassen.

Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestätigen verschiedene Studien, dass die Grippe-Impfstoffe sowohl für Schwangere als auch für Ungeborene keine Gefahr darstellen. Wissenschaftler konnten keine erhöhte Zahl von schweren Reaktionen auf die Grippeimpfung feststellen. (eb)

Informationen enthält das IPF-Faltblatt "Impfschutz". Es kann kostenlos unter www.vorsorge-online.de heruntergeladen oder schriftlich beim IPF-Versandservice, Postfach 27 58, 63563 Gelnhausen bestellt werden. Dabei den Titel des Faltblatts, Name und Adresse angeben!

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