Ärzte Zeitung online, 16.12.2016

AG Influenza

Grippe-Anteil gestiegen

BERLIN. Bundesweit ist die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) in der Woche bis zum 11. Dezember (KW 49) etwas gestiegen; sie lag aber insgesamt noch im normalen Bereich, berichtet die AG Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut (RKI).

Nur in den Regionen Hessen, NRW, Brandenburg/Berlin und Sachsen war die ARE-Aktivität geringfügig erhöht. Es gibt dabei eine deutliche Zirkulation von Atemwegserregern, wobei der Anteil an Influenza-Viren steigt, so die AGI.

Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) wurden in der 49. KW 138 Stichproben von ARE-Patienten auf Erkältungs-Viren untersucht. 47 Proben waren positiv, und zwar 24 auf Rhinoviren, 10 auf Influenza-A(H3N2)-Viren, 10 auf RS-Viren und 6 auf Adenoviren.

An das RKI sind in der 49. KW 275 Fälle labordiagnostisch bestätigter Influenza-Infektionen gemeldet worden, seit Anfang Oktober (40. KW) waren es 943 Infektionen. Etwa jeder vierte Betroffene wurde dabei stationär behandelt.

In Europa dominieren Influenza-A-Viren vom Subtyp A(H3N2). Etwa zehn Prozent der in Europa isolierten Grippeviren sind Influenza-B-Viren. In einer Analyse gehörten 40 Prozent zur Yamagata-Linie und 60 Prozent zur Victoria-Linie. Die Influenza-B-VictoriaLinie ist im aktuellen trivalenten Influenzaimpfstoff enthalten. (eis)

Für das Influenza-Meldesystem werden bundesweit weitere Haus- und Kinderärzte gesucht: Infos:https://influenza.rki.de/Sentinelpraxis.aspx

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »

So gefährlich sind Krampfadern

Krampfadern sollten nicht nur als kosmetisches Problem angesehen werden. Auch wenn die Varizen keine Beschwerden verursachen, bergen sie gesundheitliche Gefahren. mehr »