Ärzte Zeitung online, 27.01.2017

Grippe-Index

RKI warnt vor Komplikationen durch Influenza

BERLIN. Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE) ist in der Woche bis zum 22. Januar (3. KW) nicht weiter gestiegen. Die Zahl der ARE-Patienten ist bundesweit insgesamt moderat erhöht, berichtet die AG Influenza am Robert Koch-Institut.

Das RKI hält es noch für sinnvoll, Menschen aus Risikogruppen zu impfen. Das Risiko einer Influenza-Infektion bei ARE ist nämlich hoch: Von bundesweit 180 Stichproben von Patienten mit Virusnachweis waren 138 (77 Prozent) positiv für Influenzaviren.

Seit dem vergangenen Oktober (40. KW) wurden bundesweit 64 Ausbrüche mit mehr als fünf Fällen gemeldet, und zwar aus Altenpflegeheimen und Krankenhäusern oder Reha- Einrichtungen sowie inzwischen vermehrt auch aus Schulen und Kindertagesstätten.

Eine Checkliste für das Management von respiratorischen Ausbrüchen in Pflegeheimen gibt es unter www.rki.de (Influenza und checkliste in Suchmaske!). Bislang wurden 49 Todesfälle mit Influenzainfektion an das RKI übermittelt, 46 der Gestorbenen waren über 59 Jahre alt.

Etwa 98 Prozent der zirkulierenden Influenza-Viren gehören zum Subtyp A(H3N2), die besonders bei alten Menschen und kleinen Kindern schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle verursachen können.

Das RKI warnt: Bei alten Menschen fehlen oft typische Grippesymptome. Aktuell sollte daher bei Senioren auch bei nicht fieberhaften akuten Atemwegserkrankungen früh an Influenza oder Pneumonie gedacht werden. (eis)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »