Ärzte Zeitung online, 03.01.2018

Atemwegsinfekte

Zahl der Patienten mit Influenza-Infekten steigt

BERLIN. Im Vergleich zur ersten Dezemberhälfte 2017 ist in den Kalenderwochen 51 und 52, also vom 16. bis 29. Dezember, die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE) bundesweit gestiegen, meldet die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut in Berlin.

Die Werte des Praxisindex lagen in der 52. KW insgesamt im Bereich geringfügig erhöhter ARE-Aktivität. Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) wurden in der 51. KW und 52. KW 2017 in 54 (47 Prozent) von 114 Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Während Rhinoviren im Berichtszeitraum weniger nachgewiesen wurden, seien zunehmend Influenzaviren und auch RS-Viren detektiert worden, berichtet die AGI.

In der 51. und 52. Meldewoche (MW) wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 1122 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das Robert Koch-Institut übermittelt. Damit sind 2066 Fälle seit der 40. MW 2017 übermittelt worden (Datenstand 2. Januar 2018).

Obwohl die Werte der ARE-Konsultationsinzidenz und des Praxisindex für die 52. KW wie in den Vorjahren aufgrund der Feiertage und der bundesweiten Schulferien schwer zu beurteilen seien, könne in den nächsten Wochen mit dem Beginn der Grippewelle in Deutschland gerechnet werden, so die AGI.(eb)

Weitere Informationen: https://influenza.rki.de/

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »