Ärzte Zeitung online, 14.02.2018

Robert Koch-Institut

Stark erhöhte Aktivität von Influenza

BERLIN. Die Zahl der Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist weiter gestiegen. Die Aktivität wird jetzt als stark erhöht eingestuft, berichtet die AG Influenza am Robert Koch-Institut (RKI). Nach Stichproben werden bei 48 Prozent der ARE-Patienten Influenza-Viren gefunden.

In der Woche bis zum 11. Februar (6. KW) wurden 17.990 laborbestätigte Influenzafälle an das RKI gemeldet; seit Saisonbeginn im Oktober waren es 59.876 Fälle einschließlich 102 Toten. 83 Prozent der Gestorbenen waren über 60 Jahre alt. Etwa jeder sechste Patient musste stationär behandelt werden. Seit Ende des Jahres wurden zudem 120 Ausbrüche mit mehr als fünf Fällen gemeldet, und zwar in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kindergärten und Horten sowie in Schulen und privaten Haushalten. 74 Prozent der Influenza-Nachweise in diesem Winter waren B-Viren der Yamagata-Linie. Dieser Subtyp ist nur im quadrivalenten Impfstoff (QIV) enthalten. (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Viele Typ-1-Diabetiker erkranken erst im Alter über 30

Typ-1-Diabetes manifestiert sich offenbar öfter im mittleren Alter als bisher gedacht. Dafür spricht eine Analyse von Risikogenen bei britischen Patienten. mehr »