Ärzte Zeitung, 22.03.2018

11. Kalenderwoche

Höhepunkt der Grippewelle scheint überschritten

Die Grippewelle lässt deutlich nach, wie neue Zahlen des RKI zeigen. In zwei Bundesländern sind die Influenza-Viren noch besonders aktiv.

Höhepunkt der Grippewelle scheint überschritten

Nach wie vor sind die Grippe-Viren sehr aktiv - sie lassen aber nach.

© drubig-photo / stock.adobe.com

BERLIN. Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist in der 11. Kalenderwoche im Vergleich zur Vorwoche bundesweit deutlich gesunken, teilt das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Die Influenza-Aktivität sei weiterhin hoch, der Höhepunkt der Grippewelle scheint aber überschritten zu sein (siehe Grafik).

Wie die AG Influenza am RKI berichtet, wurden in KW 11 44.562 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle übermittelt worden. Insgesamt sind 270.730 Fälle seit Beginn der Grippewelle im Oktober bekannt.

Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza wurden in der 11. KW in 71 Prozent der Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert.

Es wurden hauptsächlich Influenzaviren detektiert, die Influenza-Positivenrate lag bei 58 Prozent. Alle anderen untersuchten Erreger wurden nur sporadisch nachgewiesen.

Influenza B-Viren (mit 99 Prozent aus der Yamagata-Linie) sind seit der 40. KW 2017 mit 72 Prozent die am häufigsten identifizierten Influenzaviren, gefolgt von Influenza A(H1N1)pdm09-Viren mit 26 Prozent und Influenza A(H3N2)-Viren mit 2 Prozent, heißt es im Influenza-Wochenbericht. (eb)

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