Ärzte Zeitung, 05.02.2007

Norovirus verbreitet sich massiv

BERLIN (dpa). Der Magen-Darm-Erreger Norovirus hat sich in den vergangenen Wochen massiv in Deutschland verbreitet. Anfang Oktober 2006 erkrankten noch knapp 380 Patienten pro Woche. Die Zahl der Meldungen stieg kontinuierlich auf fast 6000 in der zweiten Januarwoche.

Das hat das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin mitgeteilt. Damit seien seit Oktober mehr als 46 700 Fälle gemeldet worden. Die Dunkelziffer sei aber vermutlich höher. Nach Einschätzung des RKI könnte die Infektion in diesem Winter bis zu eine Millionen Erkrankte treffen - so viele Menschen wie noch nie.

Ähnliche Infektionswellen gab es bereits in den Wintern 2002/2003 und 2004/2005. Auch damals verbreitete sich das Virus epidemieartig und infizierte zehntausende Menschen. Allerdings wurden bei der Welle 2004/2005 bis Januar mit rund 41 000 Erkrankungen deutlich weniger Fälle gemeldet als bisher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »