Ärzte Zeitung online, 31.03.2011

Zahl der Salmonellosen in Deutschland sinkt

BERLIN (dpa). Immer weniger Menschen in Deutschland erkranken an Salmonellen. Im Jahr 2009 seien 31 397 Fälle gemeldet worden, teilte das Bundesverbraucherministerium am Donnerstag in Berlin mit.

Das sei ein Rückgang um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein solcher Trend zeige sich in der gesamten EU. Dort seien 108.614 Menschen erkrankt.

Als möglichen Grund für die geringere Zahl sieht das Bundesinstitut für Risikobewertung eine bessere Salmonellenkontrolle bei der Geflügelhaltung.

Dagegen gab es deutlich mehr Fälle von Listeriose, einer durch Listerien verursachten Infektionskrankheit. Die Zahl stieg nach Ministeriumsangaben um 28 Prozent auf 394 Erkrankungen, EU-weit gab es eine Steigerung um 19 Prozent auf 1645 Fälle.

Experten vermuten, dass veränderte Lebens- und Essgewohnheiten eine Rolle spielen könnten. Die Länder prüfen derzeit eine bessere Kontrolle.

Der häufigste Verursacher von Infektionserkrankungen, die auf Lebensmittel zurückgehen, war im Jahr 2009 das Bakterium Campylobacter. Die Zahl der Fälle sei aber um drei Prozent zurückgegangen.

Der Erreger wurde vor allem in Geflügelfleisch im Einzelhandel nachgewiesen. Kalb- und Schweinefleisch war nur selten mit Campylobacter belastet.

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