Ärzte Zeitung, 04.04.2011

Gastroenteritis auf Kreuzfahrt schwer einzudämmen

NEU-ISENBURG (eis). Wegen ihrer hohen Infektiosität sind Noroviren vor allem auf Kreuzfahrtschiffen gefürchtet. Einen Ausbruch mit den Gastroenteritis-Erregern bei 1842 Fahrgästen eines Schiffs haben US-Forscher jetzt analysiert (Clin Infect Dis, Online 22. März).

Dabei war das Erkrankungsrisiko bereits stark erhöht, wenn in einem Saal gegessen wurde, in dem ein Betroffener sich übergeben hatte. Für die Ausbruchs-Analyse hatten 83 Prozent der Gäste einen Fragebogen ausgefüllt.

 Etwa 15 Prozent von ihnen waren an akuter Gastroenteritis erkrankt. Nur 60 Prozent der Betroffenen hatten ärztliche Hilfe in Anspruch genommen. In Stuhlproben gab es Nachweise von Noroviren.

Kranke Menschen sollten eine Kreuzfahrt nicht antreten, betonen die Forscher. Und Erkrankte sollten sich so schnell wie möglich bei der Mannschaft melden. Nur so könnten durch sofortige Maßnahmen Norovirus-Ausbrüche verhindert oder eingedämmt werden, so die Wissenschaftler.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schützt Blutdrucksenkung auch vor Demenz?

Bei medikamentöser antihypertensiver Therapie war in einer US-Studie das Demenzrisiko deutlich reduziert. Das könnte eine Hoffnung für Demenz-Patienten sein. mehr »

Hausärzte zur Kooperation mit Pflegeheimen verpflichtet

Union und SPD bringen ihr zweites Gesetzespaket in der Gesundheitspolitik auf den Weg. Es geht um ein Milliarden Euro schweres Pflege-Programm. mehr »

"Keine Angst, man schläft nicht in der Praxis!"

Zwei Mediziner mit eigener Praxis berichten Jungärzten offen von Licht und Schatten der Niederlassung. mehr »