Ärzte Zeitung online, 07.10.2011

Babys in Passauer Kinderklinik mit Keim infiziert

PASSAU (dpa). Mehrere Babys haben sich in einer Passauer Kinderklinik mit einem Keim infiziert.

Vier Säuglinge seien erkrankt, acht weitere trügen den Keim auf der Haut, sagte der Leitende Oberarzt im Krankenhaus „Dritter Orden“, Christian Schropp, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

„Ein Frühgeborenes ist kritisch krank, da machen wir uns große Sorgen.“ Es handele sich um einen Feuchtkeim, der auch im Darm vorkommen könne.

Zwei weitere Babys seien beatmet worden. Sie schwebten aber nicht in Lebensgefahr. Der Zustand des vierten kranken Kindes sei unkritisch.

Viele Menschen tragen den Keim auf der Haut

Wie der sogenannte ESBL-Keim ins Krankenhaus gelangen konnte, sei noch unklar. „Möglicherweise wird man es nicht aufklären können“, sagte Schropp. Viele Menschen trügen den Keim auf der Haut.

Der Keim komme in Krankenhäusern häufig vor, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes Passau, Walter Wifling.

Mehrere Antibiotika wirkten nicht mehr gegen ihn, der Keim sei aber dennoch behandelbar. „Derzeit gibt es keinen Hinweis darauf, dass er sich auf andere Stationen ausbreitet“, sagte Wifling. .

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mehr Handhygiene in der Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfektionen bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »

Tipps zur COPD-Diagnostik

Viele COPD-Patienten werden als solche gar nicht erkannt, bei anderen wird die Diagnose vorschnell gefällt. Anlässlich des heutigen Welt-COPD-Tags erinnern wir an die neuen deutschen Leitlinien und grundlegende Änderungen. mehr »

Medikationspläne oft nicht genutzt

Medikationspläne – zumindest frei erstellte – verbessern die Arzneimittel-Therapiesicherheit wohl nicht wie erhofft. Das legt nun eine Studie der Uni Greifswald nahe. mehr »