Ärzte Zeitung, 16.04.2013

Metagenomik

Neue Technik für EHEC-Diagnose entwickelt

Das Genom des EHEC-Erregers ist erstmals direkt aus Patientenmaterial rekonstruiert worden.

HAMBURG. Das komplette Genom des Erregers der EHEC-Epidemie von 2011 ist direkt aus Stuhlproben infizierter Patienten sequenziert worden.

Diese diagnostische Metagenomik ermöglicht die Charakterisierung von Erregern ohne Anzüchtung im Labor (JAMA 2013; 309(14): 1502-1510).

Bei Epidemien hängt es entscheidend davon ab, wie schnell der Ausbruchstamm identifiziert wird. In der retrospektiven Analyse haben die Forscher mit modernen Sequenzier- und eigens entwickelten bioinformatischen Methoden 45 Stuhlproben sequenziert und untersucht.

In den meisten Proben wurden vielfache Kopien des gesamten genetischen Materials von STEC O104:H4 gefunden. In einigen Patientenproben, bei denen kein STEC O104:H4 gefunden wurde, ließen sich andere Durchfallerreger wie C. difficile, C. jejuni oder S. enterica nachweisen, wie das Uniklinikum Hamburg-Eppendorf meldet. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bauchgefühl wichtiger als Laborwerte

Viele Senioren kennen kein Durstgefühl mehr – das kann gefährlich sein. Bei der Frage, ob jemand dehydriert ist, bringen Laborwerte wenig. Viel wichtiger ist die ärztliche Erfahrung. mehr »

Zuckerkurve im grünen Bereich

Immer mehr Diabetes-Patienten nutzen die kontinuierliche Glukosemessung (CGM). Die Überwachung des Blutzuckerwerts via Sensor bringt Vorteile, eine gute Schulung ist aber unverzichtbar. mehr »

Äpfel und Tee schützen Trinker und Raucher vor Krebs – vielleicht

Wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden mindern Äpfel und Tee offenbar das erhöhte Risiko für Krebs und Herzerkrankungen durch Rauchen oder erhöhten Alkoholkonsum. mehr »