Ärzte Zeitung online, 27.06.2017

Jemen

Schlimmster Ausbruch von Cholera weltweit

NEW YORK/GENF. Mehr als 200.000 Menschen im Jemen haben sich inzwischen mit Cholera infiziert, jeden Tag kommen über 5000 Betroffene hinzu, berichten Unicef und WHO in einer Mitteilung.

Der "schlimmste Cholera-Ausbruch weltweit" habe binnen zwei Monaten alle Regierungsbezirke des Landes erfasst, über 1300 Patienten seien gestorben. Kriegsbedingt hätten 14,5 der etwa 27 Millionen Einwohner keinen Zugang zu Trinkwasser mehr; die Menschen seien durch Mangelernährung geschwächt, und geschätzte 30.000 Mitarbeiter im Gesundheitssystem hätten seit zehn Monaten keinen Lohn mehr bekommen.

Durch Informationen zu Infektionsrisiken und Trinkwasser-Aufbereitung soll der Ausbruch nun eingedämmt werden. (eis)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Spahn soll Gesundheitsminister werden

Jünger und weiblicher will die CDU-Chefin ihr Kabinett und ihre Partei machen. In Männerhand bleibt das Gesundheitsressort: Jens Spahn soll hier der neue Minister werden. mehr »

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »

Praxen und Kliniken melden "Land unter"

Die heftige Grippewelle bringt Arztpraxen und Krankenhäuser an die Kapazitätsgrenzen. Manche Praxen müssen selbst wegen vieler erkrankter Mitarbeiter schließen, Kliniken nehmen teilweise keine Patienten mehr an. mehr »