Ärzte Zeitung online, 04.10.2017

Umfrage

Campylobacter als Ursache von Diarrhoe kaum bekannt

BERLIN. Salmonellen kennt fast jeder, aber Campylobacter? Der inzwischen häufigste bakterielle Erreger von Darminfektionen ist laut einer Umfrage nur einer Minderheit in Deutschland ein Begriff. Der Keim Campylobacter sei 22 Prozent von rund 1000 Befragten bekannt, teilte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Mittwoch in Berlin mit. Wesentlich bekannter sind Salmonellen mit 95 Prozent. Elf Prozent der Befragten gaben an, Campylobacter in Lebensmitteln beunruhige sie; bei Salmonellen sagte das gut jeder Zweite. C

ampylobacter wird offensichtlich unterschätzt: Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin weist für das vergangene Jahr knapp 13.000 Salmonellen-Infektionen aus, aber gut 74 000 Campylobacter-Infektionen. Campylobacter sind Bakterien aus dem Darmtrakt von Tieren, die in Lebensmitteln wie Rohmilch, Geflügelfleisch, Hackfleisch und Mettwurst enthalten sein können. Als Hauptinfektionsquelle gilt laut BfR unzureichend erhitztes Geflügelfleisch.

 Beim Menschen können kontaminierte Lebensmittel Durchfall und Erbrechen auslösen. Die Keime können über unzureichend gereinigte Messer und Schneidebretter in der Küche zum Beispiel von rohem Fleisch auf Salat übergehen. Laut BfR spielt auch unzureichende Kühlung im Sommer eine Rolle.(dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Diese Faktoren begünstigen eine Demenz

Wer im mittleren Alter keinen Sport treibt, hat wohl ein stark erhöhtes Risiko, später an Demenz zu erkranken. Und das ist nicht der einzige Risikofaktor, den Forscher entdeckt haben. mehr »

Honorar-Einigung erzielt!

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben nach siebenstündigen Verhandlungen ihre Honorargespräche erfolgreich abgeschlossen. mehr »

App sorgt für weniger Tage mit Migräne

Bei Einsatz einer Migräne-App lassen sich Kopfschmerztage merklich reduzieren – und zwar um rund ein Viertel, so eine aktuelle Studie. mehr »