Ärzte Zeitung online, 27.10.2017

Bereits 38.000 Fälle

"Beispiellose" Cholera-Epidemie im Kongo

GOMA Eine Cholera-Epidemie im Kongo breitet sich mit zunehmender Geschwindigkeit aus. Mit mehr als 38.000 Erkrankten sei die Epidemie "beispiellos in der Geschichte des Landes", warnte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Freitag. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind der Krankheit bereits mehr als 700 Menschen zum Opfer gefallen.

Die Krise wird von einer Dürre verschlimmert, wegen der viele Bohrlöcher und Brunnen ausgetrocknet sind. Deswegen griffen viele Menschen auf verunreinigtes Wasser aus Flüssen oder Seen zurück, so Francisco Otero, MSF-Direktor für den Kongo.

"Die Behörden sind nicht in der Lage, der Bevölkerung sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen." Die Organisation hat demnach bereits 18.000 Cholera-Patienten behandelt, darunter sehr viele Kleinkinder.

Cholera-Ausbrüche sind in Teilen des Kongos nicht unüblich. In diesem Jahr kommt die Krankheit jedoch in 21 von 26 Provinzen vor, darunter auch in dicht besiedelten Städten wie Goma, Minova und Bukavu in den östlichen Kivu-Provinzen. Ärzte ohne Grenzen behandelt dort nach eigenen Angaben kostenlos Cholera-Patienten. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schwere Grippewelle hat Deutschland im Griff

Die aktuelle Grippewelle tobt und beschert Praxen und Kliniken einen regen Zulauf. Das RKI hat Tipps, worauf Ärzte jetzt achten sollten. mehr »

Bodyguard lässt sich von Steuer absetzen

211.000 Euro hatte eine Frau für einen Bodyguard steuerlich abgesetzt - zu Recht, entschied jetzt ein Gericht. Eine Rentnerin aus NRW schützt sich so steuersparend vor einer falschen Ärztin. mehr »

Die Ängste der Akademiker

Albtraum Studium? Jeder sechste Studierende leidet nach Angaben der Barmer unter einer psychischen Störung. Tendenz steigend. mehr »