Ärzte Zeitung online, 15.05.2017
 

Epidemie

Über 1000 Tote in Nigeria durch Meningitis

ABUJA. Die sich rasch ausbreitende Meningitis-Epidemie in Nigeria hat bereits über 1000 Todesopfer gefordert. Innerhalb von zwei Wochen ist die Zahl der Todesfälle in Folge von Meningitiden von 839 auf 1069 gestiegen, teilte die nigerianische Gesundheitsbehörde mit.

In den betroffenen nördlichen Bundesstaaten gab es demnach 13.420 gemeldete Erkrankungen. Bei den bislang 448 im Labor bestätigten Fällen handele es sich zumeist um Meningitis-C-Erkrankungen, ausgelöst von Neisseria meningitidis, hieß es in dem auf Dienstag datierten Bericht des Seuchenkontrollzentrums (NCDC).

Unter Führung der WHO ist in der Region bereits eine große Impfkampagne im Gang. Besonders betroffen von der Epidemie sind die nördlichen Bundesstaaten Zamfara, Sokoto, Kano, Katsina, Kebbi und Yobe.

Vor allem bei Kindern, Jugendlichen und immungeschwächten Menschen kann der Erreger eine bakterielle Meningitis verursachen. Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Infektion lässt sich mit Antibiotika behandeln. Todesfälle in Europa sind selten. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »