Ärzte Zeitung, 15.05.2015

Hauptstadtkongress

Kampf gegen Antibiotikaresistenzen

Kampf gegen Antibiotikaresistenzen

BERLIN. "Ohne eiliges, koordiniertes Vorgehen möglichst vieler Mitwirkender bewegt sich die Welt auf eine Ära nach den Antibiotika zu, in der gewöhnliche Infektionen und kleinere Verletzungen, die Jahrzehnte lang heilbar waren, wieder töten können."

So mahnte der für gesundheitliche Sicherheit zuständige Beigeordnete der Generaldirektor der WHO, Keiji Fukuda, im April 2014 bei der Vorstellung des ersten weltweiten Berichts der WHO zu Antibiotikaresistenzen eindringlich.

Die Bezeichnungen für resistente Bakterien, wie MRSA, VRE und PRSP, haben sich bereits zum Schrecken von Patienten, insbesondere in Krankenhäusern, entwickelt. Und Resistenzen sind keine Ausnahme mehr, sondern die Regel.

Eine britische Expertenkommission schätzt, dass es ab dem Jahr 2050 zu bis zu 10 Millionen Toten weltweit kommen könnte, wenn nichts passiert, und zwar vor allem in ärmeren Ländern Asiens und Afrikas.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »