Ärzte Zeitung, 27.04.2009

Behörden

Derzeit keine Maßnahmen in Deutschland

LANGEN (hub). Beunruhigt seien deutsche Gesundheitsbehörden bei den derzeitigen Erkrankungen durch Schweine-Influenza dadurch, dass vor allem gesunde jüngere Menschen betroffen sind. Das sagte Dr. Susanne Stöcker vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen. Bei der bisher größten Influenza-Pandemie, der Spanischen Grippe von 1918 bis 1920, waren auch primär diese Personengruppen betroffen.

Aktive Maßnahmen wie das Austeilen von Masken oder die Absage öffentlicher Veranstaltungen sind für Deutschland zurzeit nicht vorgesehen. Allerdings diskutiere das PEI, ob Personen einen Monat nach Rückkehr vom amerikanischen Kontinent für einen Monat von der Blutspende ausgeschlossen werden sollen. Solch ein Ausschluss trete ab 1. Juni für Nordamerika-Rückkehrer sowieso in Kraft, sagte Stöcker. Damit sollen Übertragungen durch das West-Nil-Virus via Blutkonserven verhindert werden.

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