Ärzte Zeitung online, 27.04.2009

Paul-Ehrlich-Institut: Impfstoff-Produktion dauert

LANGEN (dpa). Die großtechnische Produktion eines neuen Impfstoffs dauert nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in der Regel zehn bis zwölf Wochen. Im Fall des aktuellen Schweinegrippe-Auftretens sei man aber noch längst nicht so weit, sagte PEI-Sprecherin Susanne Stöcker am Montag.

Derzeit sei die US-Gesundheitsbehörde CDC mit der Herstellung eines sogenannten Impfstamms beschäftigt. Dazu werde das Virus so verändert, dass es sich in Hühnereiern vermehre. Für die industrielle Impfstoffherstellung seien nach wie vor Hühnereier die Basis.

Die Zulassung dürfte nach Ansicht des PEI kein Problem sein, zumal es bereits Zulassungen für Pandemie-Impfstoffe gebe, die nur variiert werden müssten. Es sei allerdings die Frage, wie viel Produktionskapazität die Hersteller für einen möglichen neuen Impfstoff hätten. Derzeit werde der Impfstoff für die nächste "normale" Grippewelle produziert.

www.pei.de

Lesen Sie dazu auch:
Der Nationale Pandemieplan für Deutschland

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