Ärzte Zeitung online, 19.05.2009

Schmidt sucht enge Zusammenarbeit bei Schweinegrippe

GENF (dpa). Im Kampf gegen die Schweinegrippe müssen die Staaten weltweit nach Ansicht von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) eng zusammenarbeiten. "Ich bin nicht in Panik, aber ich glaube, dass es richtig ist, dass wir über die stark ansteigenden Zahlen der Infektionen und der Tag für Tag wachsenden Anzahl der Übertragungen von Mensch zu Mensch in Sorgen sind."

Deutschland, wo der Katastrophenschutz Ländersache ist, sei in jeder Hinsicht gut gerüstet, sollte es zu einer weltweiten Ausbreitung des mutierten Schweinegrippenvirus H1N1 kommen, sagte die Ministerin am Dienstag am Rande der Ministertagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Es sei gut, dass die WHO die weltweite Kooperation suche und die Aufmerksamkeit hoch halte. "Das Virus macht an Grenzen nicht halt", sagte die Ministerin.

Schmidt war am Vormittag am Rande der sogenannten Weltgesundheitsversammlung (WHA) mit Gesundheitsministern der G7-Staaten, Vertretern der WHO und der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft zusammengekommen, um über die Situation mit der neuen Grippe zu beraten. Sie begrüßte es ausdrücklich, dass die US-Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius kurzfristig die Initiative ergriffen hatte, die sieben wichtigsten Industriestaaten plus Mexiko zu einem Treffen einzuladen.

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