Ärzte Zeitung online, 16.06.2009

Grippe-Pandemie zeigt "globale Verletzlichkeit"

NEW YORK(dpa). Die erste Grippe-Pandemie seit mehr als 40 Jahren demonstriert nach Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon deutlich, wie verletzlich die Menschheit ist und wie sehr sie unisono reagieren muss. "Wir können uns nicht ausreichend schützen, wenn wir isoliert arbeiten", warnte Ban am Montag bei einem Weltgesundheitsforum der Vereinten Nationen in New York.

Dabei sei die Schweinegrippe nur eine weitere auf der Liste globaler Krisen: "Als ob die Wirtschaftslage, die Nahrungsmittelknappheit und der Klimawechsel nicht schon genug wären".

Die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan forderte, bei der Bekämpfung der Schweinegrippe Fairness walten zu lassen. Entwicklungsländer seien noch weitaus verletzlicher durch den neuen Erreger H1N1 als die Industrienationen und hätten weitaus geringere Widerstandskräfte. "Noch mehr Menschen werden in Armut versinken, der allgemeine Gesundheitszustand wird sich verschlechtern und die Lebenserwartung weiter schrumpfen", sagte Chan. Deshalb sei sie bereits mit etwa 30 Pharmakonzernen zusammengekommen, um Unterstützung bei der Versorgung der ärmeren Länder mit Impfstoffen und Medikamenten anzufordern.

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