Ärzte Zeitung online, 03.07.2009

WHO warnt vor Schweinegrippe im Süden

CANCúN (dpa). Angesichts des beginnenden Winters auf der Südhalbkugel hat die WHO die Menschen zu Vorsichtsmaßnahmen vor der Schweinegrippe aufgerufen. Zu Beginn einer internationalen Konferenz über die Entwicklung der Influenza A/H1N1 sagte WHO-Direktorin Margaret Chan, die Pandemie sei vermutlich nur von moderater Gefährlichkeit. Doch die Weltgemeinschaft habe sie noch nicht im Griff.

Vor allem im Süden seien Personengruppen betroffen, die ursprünglich nicht als gefährdet gegolten hätten. "Aus Gründen, die wir noch nicht verstehen, sind junge Menschen gestorben, die vollkommen gesund waren," sagte Chan bei der Konferenz im mexikanischen Badeort Cancún. Es seien auch Fälle unverstanden, in denen sich der Zustand der Infizierten äußerst schnell verschlechtert habe.

Vor Ministern und Gesundheitsexperten aus 43 Ländern warnte Chan vor einem panischen, aber auch vor einem zu arglosen Umgang mit der Epidemie. "Wichtig bleibt die Wachsamkeit", sagte sie. Organisatoren des Treffens, an dem auch der chinesische Gesundheitsminister teilnehmen wird, sind Mexiko, die WHO, die USA und Kanada.

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