Ärzte Zeitung online, 03.07.2009

Schweinegrippe: WHO will 150 Millionen Impfdosen für arme Länder

CANCúN (dpa). Die WHO will 150 Millionen Impfdosen gegen die Schweinegrippe anschaffen, um sie armen Ländern zur Verfügung stellen zu können. WHO-Direktorin Margaret Chan sagte bei der internationalen Grippekonferenz im mexikanischen Badeort Cancún, es sei noch nicht bekannt, wann der Impfstoff gegen das Virus A/H1N1 entwickelt sei. Doch stehe die WHO mit zwei Unternehmen in entsprechenden Verhandlungen.

Schweinegrippe: WHO will 150 Millionen Impfdosen für arme Länder

Foto: GSK / www.fotolia.de

"Sobald wir diesen Impfstoff bekommen, werden wir ihn in die Entwicklungsländer schicken" sagte Chan. Sie rechne damit, dass die ersten Spritzen im August dieses Jahres fertig sein könnten. Deren Anwendung dürfte aber erst später möglich sein. Organisatoren des Treffens, an dem auch der chinesische Gesundheitsminister teilnehmen wird, sind Mexiko, die WHO, die USA und Kanada. Die Konferenz geht an diesem Freitag zu Ende.

Das Bundesgesundheitsministerium sprach sich aus Anlass der Konferenz nachdrücklich für eine koordinierte Impfstrategie der Staatengemeinschaft aus. „Angesichts weltweit begrenzter Produktionskapazitäten müssen wir erreichen, dass pandemische Impfstoffe im Rahmen einer koordinierten globalen Strategie dort in ausreichender Menge eingesetzt werden können, wo sie benötigt werden“, sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder. Diese Forderung habe bei den Teilnehmern des Treffens breite Unterstützung gefunden.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Resolution gegen DSGVO-Verunsicherung und Abmahn-Angst

Nach einer ersten Abmahnwelle in Bremen wächst bei Ärzten die Verunsicherung wegen der Datenschutzgrundverordnung. 60 Verbände und die KBV haben darauf nun reagiert. mehr »

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Neue Leitlinie stärkt medikamentöse ADHS-Therapie

In den neuen S3-Leitlinien zu ADHS wird die medikamentöse Therapie bei mittelschweren Symptomen gestärkt. Experten betonen aber, dass die Arzneien nur ein Teil eines umfassenden Therapiekonzepts sein dürfen. mehr »